Mittwoch, 30. April 2008

Verbotene Stadt - Art District


Spät in der Nacht noch schnell ein paar Zeilen, worüber ich später gerne einige Bücher schreiben würde. Chinesisches Frühstück mit Dampfnudeln und Kohl...Die verbotene Stadt mit ihrer Macht-Architektur und doch so arm in ihrer klaustrophobischen Abgeschiedenheit.Die kleinen Höfe und Häuser von denen, die vielleicht nicht zu den höchsten Rängen gehörten, haben mich am meisten berührt. Und die chinesischen Touristen vom Land unter der Fuchtel von autoritären Fremden-Führern. Die Rotarmisten, kleine Jungen in Uniform, deren Augen beim Strammstehen so viel wie möglich versuchten zu erfassen.
Scharfe Nudelsuppe in einem moslemischen Restaurant, ausgesucht von unserem Kindermädchen und Fahrer Lee chön chan = Herrn Lee.
Der Art-District liegt auf einem alten Fabrikgelände, das Bauhaus-Architekten entworfen haben: Nobelgalerien sind dort eingezogen und haben die Künstler, die zuerst ihre Ateliers dort hatten, vertrieben. Kunst auf höchstem Niveau und ungemein systemkritisch in eindrucksvollstem Ambiente und viel, viel von allem. Auch hier wird gebaut wie verrückt, auch hier schlafen die Wanderarbeiter unter ihren Planen. Gibt es einen härteren Kontrast? Ich kaufe einen etwas abgefahrenen Skizzenblock und erfahre, dass der Preis dem Wochenlohn des Arbeiters entspricht.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Liebe Grüße aus Deutschland sendet Ihnen die Dame, die Ihnen vor der Abreise noch die Spritzen verpasst hat *ggg*
Werde dem Chef am Freitag mal Ihre Seite zeigen, liest sich sehr interessant, bin auf weitere Abenteuer gespannt.
Eine schöne Zeit.
J. Schmelzeisen