
Wahrscheinlich nicht auf dem Flug von Xi'an nach Peking, denn der dauerte nur 2 Stunden. Dann 4 Stunden auf dem größten Flughafen der Welt zusammen mit 200 Kasachen, die alle Plümos in China gekauft hatten und auf ihren Flug nach Almaty warteten. Auf dem Flug nach Budapest, der um 1.20 Uhr startete, wurden, nachdem wir alle brav ein scharfes Nudelsüppchen gegessen hatten, die Fensterläden zugeschoben, Kissen, Decken und Jasmintee verteilt und das Licht gedämpft. Dank Mischas Überlänge hatten wir wieder einen Platz am Notausgang und konnten uns ganz ausstrecken. Ab und zu hab ich aus dem Fenster geschaut und festgestellt, dass wir 5 Stunden lang im Morgenrot geflogen sind. Rosa Wolken über der Mongolei, Kasachstan, dem Bachalsee, der Wolga und immer noch über der Donau. Wahrscheinlich haben wir in den endlosen Steppen zwischen Mongolei und Kasachstan unsere Zeit verloren. Ob sie dort noch ist und einen einsamen Reiter überfällt, der mit 6 Stunden zu viel an seinem Ziel ankommt?
Nudeln mit scharfem Fisch zum Frühstück in der Luft! Da fällt uns garnichts mehr zu ein! Es ist ganz normal geworden, nach all dem gebratenen Spinat mit Chili und Tofu morgens. Der Kaffee und die Croissants mit Marmelade in Budapest kommen uns da schon komisch vor.
Auch der Anschlussflug nach Frankfurt klappte prima und überaschenderweise haben auch unsere Koffer die Zeitreise problemlos mitgemacht.
Nun steht uns noch der härteste Teil der Reise bevor: Frankfurt - Kaub. Bis Wiesbaden geht es ohne größere Probleme mit der S-Bahn. Wobei es uns sogar gelingt, mit einem älteren 10 Euroschein ein Ticket zu ziehen. Die Strecke Wiesbaden-Kaub gerät dann zum Härtetest. Die 30 kg schweren Koffer in einen Regionalexpress zu hieven und sich durch noch volltrunkene Europacup-Fans zu schlängeln gelingt noch ganz gut. Mit letzter Kraft kämpfen wir uns zum Ausstieg (in Fahrtrichtung links) durch die Rucksäcke und Nordig-Walking- Stöcke der Rheinsteigwanderer, bekommen die Tür sogar auf, schieben brutal eine Gruppe Realschüler beim Wandertag beiseite, um uns ermattet mit 30 Minuten Verspätung auf die Stühle unserer unweit des Kauber Bahnhofs gelegenen Lieblings-Weinstube fallen zu lassen.
1 Kommentar:
Schon 14 Tage wieder zu Hause, aber im Kopf immer noch nicht angekommen.
Mischa
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