

Ergebnis nach 1 1/2 Stunden: wir mussten jeder noch mal ordentlich bezahlen und dann....
am kommenden Freitag muss der Sicherheits-Chef wieder nach Weinan und die dann richtig gründlich abgearbeiteten und untersuchten und für unbedenklich und in Ordnung und zuteilungsfähigen Visa-Verlängerungen abholen. (hoffentlich!)
The right person zu finden, ist auch in der Fabrik ganz wichtig. Ob es nun darum geht, Stücke in den Tunnelofen zu schleusen, ein Werkzeug angefertigt zu bekommen, oder ein Glasurrezept zu erfahren. Man muss sich einen Translater schnappen und die richtige Person suchen. Heute gelang es mir, 4 Suppenlöffel im Restaurant, wo wir verköstigt werden, zum Glasuranrühren auszuleihen. Sogar ganz ohne Translater und unter Umgehung des Restaurantleiters. Das wird zu diplomatischen Verwicklungen führen !!! Aber bevor die "Steppenfee"( so nennen wir unsere Lieblingskellnerin), die in meinen gewagten Coup mit verwickelt war, Ärger bekommt, schleuse ich die Löffel morgen heimlich wieder ein.
Ich habe, inspiriert von dem Besuch der Terrakottarmee, einen neuen Kopf angefangen.

Ich möchte versuchen, dieses Gefühl von einer Verbindung zwischen den Verschütteten des Erdbebens und den von Erde begrabenen Ton-Soldaten darzustellen. Noch weiß ich nicht genau wie.
Heute abend gibt es zu Ehren von Petra Bittl, die nach einer Krankheit erst jetzt zu uns stoßen konnte, eine Grillparty.

Auch wir machen keine Pause am Wochenende, lassen es aber ruhig angehen, plaudern und trinken zu Abwechslung mal Tee.
Um 9.30 Uhr Start der Zeremonie unter freiem Sommerhimmel mit Trommeln und Zimbeln und verschiedenen chinesischen Musikdarbietungen. Dann Reden und Vorstellung der Ehrengäste: Politiker, Parteifunktionäre, Industriebosse... Im Publikum: Wir und die ganze Belegschaft der Fabrik, die Bauarbeiter, auf ihren roten Helmen sitzend.
Geschenke und Orden wurden verteilt. Unseren italienischen Kollegen sah man die Anspannung der letzten Tage an und es gab ein paar feuchte Augen. Wieder machten die Translater einen tollen Job. Und auch ihnen zitterten die Knie ein bisschen beim Auftritt auf der Bühne.







Vorneweg ein Granatwerfer, dann ein Laster mit Blaskapelle, danach die Trauergesellschaft ganz in Weiß. Wir hielten es für eine Hochzeitsgesellschaft und winkten freundlich, bis Huong Fue, unsere Dolmetscherin, uns aufklärt. Peinlich, peinlich.
Unser Künstler des Tages ist heute Manfred Emmenegger. Er hat hier sein El Dorado gefunden. Aus gepreßten Vierkantprofilen baut er große Objekte. Er geht unglaublich souverän ans Werk. Es macht Spaß, zuzusehen. Er hat viele gute Tips, die uns allen weiterhelfen. Beim italienischen Abend haben wir ihn als Sänger erlebt, der mit dem Vortrag von "Marmor Stein und Eisen bricht" gegen "Oh sole mio" punkten konnte. Wir haben ihn natürlich mit einem vielkehligen "Dam-Dam" unterstützt.



Und dann kam der Präsident der Provinz Shaanxi und hat uns besichtigt und die Hand geschüttelt. Eine Riesenhorde von Presseleuten hat ihn begleitet:


Wir sind sehr gespannt, welchesProjekt sie hier verwirklichen wird!











