
Beim Blick auf den Kalender merken wir, dass wir jetzt schon eine Woche im Pottery Art Village sind. Grund genug für ein kleines Resümee: Unser Hotelzimmer ist uns ein Zuhause geworden und wir können sogar nach Deutschland telefonieren und angerufen werden. Sechs Stunden sind wir euch vorraus!!! Langsam haben sich alle an uns gewöhnt hier im Village und wir Langnasen sind Alltag geworden. Jeden Tag erleben wir neue Szenen, die unser Wohlstandsleben in Deutschland relativieren und unsere westliche Arroganz wird manches Mal ganz schön gedeckelt, angesichts der Leistungen, die wir hier sehen. Unserer Werkstatt gegenüber ist die Betriebsschlosserei. Die Männer arbeiten unter einem Zeltdach mit Maschinen, die aus der Frühzeit der Industrialisierung zu stammen scheinen. Sie stellen mit äußerster Präzision die Stahl-Armierungen der Museumskuppeln her.
Es dauerte 2 Stunden, dann war unsere Tonplattenwalze, die den Geist aufgegeben hatte, wieder heil. Zehn Mann kamen, bauten das Teil auseinander, schleppten alles weg und bauten es heil wieder auf. Das meiste geschieht mit großer Ruhe, selten hebt jemand die Stimme.
Mich begeistern die jungen Menschen, die einen mit wachem offenen Blick ansehen, begierig sind, etwas zu erfahren, zu lernen. (So scheint es jedenfalls).
Sie sind überhaupt nicht "cool"!!!
Obwohl wir in einem behüteten Ghetto leben und gehegt und gepflegt werden, kriegen wir schon eine Menge von China mit, was einem als Tourist wohl verschlossen bleibt.
Schade, dass wir keine Bilder mehr senden können, aber wir fotografieren und filmen eifrig und liefern Bilder nach.
1 Kommentar:
Also doch Bilder...! Nicht zu früh aufgeben.
Grüße aus der Anstalt
J
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